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DIE HELDENTATEN DES HERAKLES

Ein theatrales Projekt der Kreativklasse 2A des Gymnasium Geblergasse im Mai 2018

Leitung: Mag. Johann Holzleitner, Mag. Barbara Artner (Kreativteam)
Theatrale Beratung und Inszenierung: Mag. Bettina Stokhammer

Als Thema für das Kreativprojekt wählte die Kreativklasse 2A im Schuljahr 2018/19 die im Deutschunterricht eingehend behandelten Heldentaten des Herakles aus und wünschte sich, diese in Theaterszenen umzusetzen. In Gruppen von 3-4 Leuten beschäftigten sich die Kinder mit einzelnen Heldentaten, sammelten Ideen zur Umsetzung und schrieben eigene Drehbücher.

Ich wurde als theatrale Beraterin hinzugezogen, als die Ideen der einzelnen Gruppen schon sehr konkret waren und sollte die Gruppe auf eine maximal 40-minütige Aufführung vorbereiten.

Die Gruppen schilderten mir ihre Vorstellungen, bekamen Tipps zur Umsetzung und präsentierten ihre Interpretationen in verschiedenen Phasen des Arbeitsprozesses. Meine Hauptaufgabe bestand im Kürzen und Präzessieren der Szenen, wobei ich versuchte, die Kinder ihre Ideen so authentisch wie möglich umsetzen zu lassen. Dennoch griff ich teilweise sehr lenkend in die Inszenierungen ein, weil die Erfahrung lehrt, was auf der Bühne funktioniert und publikumswirksam ist, und was sprachlich oder szenisch untergeht.
Die Kinder lernten dabei wichtige Auftrittsprinzipien wie Gleichgewicht der Bühne, nach vorne sprechen, Reduzierung auf wesentliche Handlungen, Präzision der Sprache und Geste, Umgang mit Raum, Requisiten, Kostüme. Außerdem wurden wie mit verschiedenen Inszenierungstools wie Spiel mit der Folie, chorischem Sprechen und Zeitlupenkampf vertraut gemacht und brachten schlussendlich die Heldentaten sehr überzeugend und mit viel Humor auf die Bühne.

Die Proben mit einer Gruppe von 28 SchülerInnen sind grundsätzlich immer eine Herausforderung, weil jeweils nur eine Szene auf der Bühne gespielt werden kann, während die anderen Szenen (eigentlich) im Raum vor dem Festsaal geprobt werden sollten. Das verlangt den Kindern viel Selbstdisziplin und Eigenverantwortung ab, was sie im Laufe des Entstehungsprozesses und auch mit wachsendem Druck durch die Nähe des Aufführungstermins zunehmend besser in den Griff bekamen.
Die Aufführung der Ministücke fand im Festsaal des Grg17 Geblergasse anlässlich der Präsentation der Kreativklassen des Grg17 Geblergasse und der KUBI-Tage am Abend des 24. Mai statt und wurde auch als Projekt beim ZSK zu den KUBI-Tagen eingereicht.

Resümee:
Die Klasse war bereits bühnenerfahren, da sie mit mir schon mehrere Workshops gemacht hatte und etliche Kinder auch Mitglieder der Bühnenspielgruppe des Grg17 waren beziehungsweise immer noch sind. Insofern waren sie teilweise sehr überzeugt von ihren eigenen Ideen und stellten mitunter mein Urteil und meine Veränderungsvorschläge sehr in Frage. Wo es mir nötig erschien, mich im Sinne einer erfolgreichen Aufführung durchzusetzen, tat ich das auch, aber ich ließ mich durchaus auch von ihrem Ansatz überzeugen.
Die Gruppe punktete durch enorme Selbstständigkeit großem Humor, der wunderbar auf das Publikum überschwappte.
Die Aufführung wurde bejubelt und gelobt, und ich persönlich genoss tatsächlich jede Minute.
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