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Wir setzen uns zum Ziel, theatrale Bildung im Kontext Schule zu unterstützen und weiterzuentwickeln.

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DAS MÄRCHEN VON DER WAHREN LIEBE

Eine Komödie (mit herzzerreißenden, dramatischen Momenten) um die Suche nach der einzigen, märchenhaften Liebe

Text und Regie: Bettina Stokhammer, AHS-Lehrerin, Theaterpädagogin, theatrale Vermittlerin für Schulen, seit 16 Jahren Leiterin des Geblertheaters
Darstellerinnen und Darsteller: Unterstufenensemble des Gymnasiums Geblergasse 56, 1170 Wien
Aufführung im Mai 2018

Das Stück:
Prinz Kunibert, munterer Junggeselle und Erbe des Märchenlandes, treibt es ein wenig zu bunt in der Taverne zum lustigen Müllersburschen und im Räubertann, und soll deshalb verheiratet werden, um sein Leben in ruhigere Bahnen zu lenken. Als Braut hat seine wohlwollende Mutter Jaqueline von und zu Hinterbichl, Prinzessin des Landes der volkstümlichen Musik, ausgewählt. Verzweifelt erbittet sich der Prinz drei Tage Zeit, um sich wenigstens selbst eine Frau seines Geschmacks zu suchen. Ihm zur Seite stehen bald der ungeschickte Zauberer Mixnix und der raffinierte gestiefelte Kater. Es beginnt eine dramatische Odyssee durch verschiedene Märchen, doch die Aufgabe erweist sich als schwerer als gedacht. Die Wahl will schließlich gut überlegt sein, da im Märchenland die Figuren unsterblich sind und die Ehen demgemäß für alle Ewigkeit geschlossen werden!

Das Stück wurde extra von mir für ein Ensemble von ca. 25 SchülerInnen geschrieben, wobei wir mit zwei Besetzungen arbeiteten.
Es gibt viele in etwa gleichgewichtete Rollen, die der individuellen Einsatz- und Textlernbereitschaft angepasst sind. Das Thema an sich ist bei der verkleidungsfreudigen Unterstufe extrem beliebt und bietet viele Entfaltungsmöglichkeiten im Bereich der Kostüme und des Bühnenbildes.

Das Ensemble des Geblertheaters
Das Gymnasium Geblergasse 56 bietet die unverbindliche Übung Bühnenspiel an, zu der sich in den letzten Jahren immer zwischen 80 und 100 theaterbegeisterte Schülerinnen und Schüler melden. Dementsprechend sind die Teilnehmenden in vier Ensembles (erste Klassen, zwei Gruppen bestehend aus zweiten bis vierten Klassen und eine Oberstufengruppe) aufgeteilt, die sich wöchentlich zwei Stunden treffen um gemeinsam theatrale Produktionen zu erarbeiten. Dabei werden die Stücke entweder gemeinsam zu einem Thema entwickeln, oder von mir geschrieben Texte und in der Oberstufe auch literarische Klassiker umgesetzt.
Die Schülerinnen und Schüler, mit denen ich mich bereits das dritte Mal an „Das Märchen von der wahren Liebe“ wagte , waren bereits seit der ersten Klasse bei der Gruppe dabei und somit alle mit den theatralen Grundtechniken wie Standbild, Zeitlupenbewegungen und Bühnenkampf, Marionettentechnik, Klappmaulpuppenspiel, chorischem Sprechen, Statusübungen und dem Spiel mit der Maske vertraut.
Dennoch ist die Umsetzung einer 80-minütigen und somit abendfüllenden Produktion immer wieder eine pädagogische, künstlerische und logistische Herausforderung, die sich nur in einer gemeinsamen Anstrengung bewältigen lässt. Ensemblebildende Übungen sind deshalb die Grundlage jedes theatralen Projektes und bilden daher auch immer den Einstieg in jede Theatereinheit.
Es bleibt allerdings die größte Hürde, den Spagat zwischen Vergnügen und Disziplin, zwischen Ungenauigkeitstoleranz und Perfektion zu schaffen und den Schülerinnen und Schülern beizubringen, dass Fehler letztlich in erster Linie in unserem Kopf passieren – und meistens nur dort. Ein Ereignis wird erst durch unsere Reaktionen zum Fehler gemacht. Wenn man sich darauf verlassen kann, dass dich eine Gruppe in jeder Situation mitträgt, ist ein produktives und vor allem freudvolles Spielen möglich. Wenn das Spiel dem Ensemble Spaß macht, erfreut es das Publikum meist auch. Und wenn nicht, hat zumindest das Ensemble Spaß gehabt!
In diesem Falle haben wir unser Publikum enorm erfreut, und die Aufführungen beider Ensembles waren ein großer Erfolg. Für März 2019 ist bereits die Fortsetzung „Das Märchen von der wahren Liebe – der Komödie zweiter Teil“ in Probe.
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